Vereinsgeschichte: Vereinsgeschichte

Vereinsgeschichte

 

1984

Im November
Eine kleine Gruppe engagierter Frauen trifft sich zum ersten Mal und gründet die "Initiative Frauenhaus Königswinter". Die Gruppe will einen Zufluchtsort für Frauen in Not schaffen.

1985

Die Frauengruppe trifft sich regelmäßig und wird schnell größer. Das ursprüngliche Vorhaben ein Frauenhaus zu gründen weicht dem Ziel ein Frauenzentrum zu schaffen, in dem sowohl Beratungen, Gruppen und Krisenintervention stattfinden können als auch Kultur, Weiterbildung und Kontaktmöglichkeiten Raum haben sollen, und zwar ausschließlich von Frauen für Frauen.
Mai:
Die Gründungsversammlung des Vereins "FRAUEN FÜR FRAUEN" findet statt. Als eingetragener Verein ist es nun möglich aus verschiedenen Quellen Zuschüsse zu beantragen.
September:
Das Finanzamt erkennt den Verein als gemeinnützig an. Ab sofort darf er steuerabzugsfähige Spendenquittungen ausstellen. FRAUEN FÜR FRAUEN e.V. wird Mitglied der LAG (Landesarbeitsgemeinschaft autonomer Frauenberatungsstellen in NRW).
Oktober:
Der Verein präsentiert sich zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit und stellt die Arbeit und Ziele des Vereins vor. Noch finden die Treffen der Frauengruppe in privaten Räumen statt.

1986

März:
Frauen für Frauen e.V. wird Mitglied im DPWV (Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband).
Juli:
Der Verein bezieht zwei eigene kleine Räume in der Bismarckstraße 6 in Königswinter und erhält nach langem hin und her von der Stadt zum ersten Mal öffentliches Geld: DM 500,- Telefon-Zuschuss.
November:
Das neue Frauenzentrum wird mit einem Tag der offenen Tür festlich eingeweiht. Ab nun kann die Arbeit in eigenen vier Wänden richtig beginnen. Neben der Beratung werden monatliche Veranstaltungen zu aktuellen und wichtigen Themen wie Scheidungsrecht, BSHG (Bundessozialhilfegesetz), Gentechnologie, Mädchenarbeitslosigkeit, Geschichte der Frauenbewegung, Frauen und Arbeitsrecht organisiert.

1988

Die ständig wachsende Nachfrage und das umfangreicher werdende Angebot an Beratung und Gruppen lässt das Frauenzentrum aus allen Nähten platzen. Im Juni zieht der Verein um in die Bismarckstraße 20, schräg gegenüber vom Arbeitsamt.
September:
Das Arbeitsamt bewilligt den Antrag auf eine ABM (Arbeitsbeschaffungsmaßnahme) für drei Frauen zu den Arbeitsbereichen

bilder/auf-rund.gifIntervention bei sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung

bilder/auf-rund.gifAnleitung von Selbsthilfegruppen

bilder/auf-rund.gifAnalyse über die Bedürfnisse und Wünsche von Frauen in Königswinter.

Die ABM wird zu 100% für zwei Jahre bewilligt.

1990

Die drei ABM-Stellen laufen aus. Der personelle Engpass wird kurzfristig durch Honorarkräfte aufgefangen, doch die Öffnungszeiten müssen reduziert werden. 500 Unterschriften unterstützen die Forderung an den Stadtdirektor Schmitz, sich für den Erhalt und die finanzielle Förderung des Frauenzentrums einzusetzen.
August:
Die Finanzierung des geplanten "Historischen Projekts" ist in trockenen Tüchern. Dr. Ute Herborg, Volkskundlerin und Dr. Gisela van Delden, Soziologin, können mit ihrer Arbeit, der Erforschung der Geschichte von Frauen in Königswinter im 19. und 20. Jahrhundert beginnen.
November:
Eine Bürokraft kann eingestellt werden. Das Arbeitsamt finanziert diese Stelle mit 85%. So können die Öffnungszeiten aufrechterhalten werden.

1991

Der Katalog "Auf den Spuren von Frauen in Königswinter" ist fertig! Er dokumentiert die Ergebnisse des "Historischen Projekts".

1992

Drei neue ABM-Stellen werden bewilligt und für zwei Jahre zu 75% bezuschusst.

bilder/auf-rund.gifPrävention von sexuellem Missbrauch

bilder/auf-rund.gifPrävention von Essstörungen

bilder/auf-rund.gifArbeit mit alleinerziehenden Müttern

April:
Das Frauenzentrum zieht um nach Bad Honnef-Rhöndorf; der Königswinterer Standort bleibt zunächst z.B. für den Deutschkurs für türkische Frauen erhalten.
Juni:
Der "Förderverein für das Frauenzentrum" wird gegründet. Er soll sich verstärkt um eine "solide Finanzbasis" kümmern.

1993

Nach einem Jahr in Rhöndorf hat sich die Zahl der Besucherinnen im Frauenzentrum verdoppelt!
Juni:
Informationswoche zum Thema "Essstörungen" in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten Gerda Seidel.

1994

Die drei ABM-Stellen laufen Ende Januar aus und die finanzielle Zuwendung aus öffentlicher Hand geht zurück. Das Angebot des Frauenzentrums kann nur durch viel ehrenamtliches Engagement aufrecht erhalten werden.
Oktober:

Zwei neue ABM-Stellen sind bewilligt:

bilder/auf-rund.gifSeniorinnenarbeit

bilder/auf-rund.gifBegleitung von Frauen in der nachfamiliären Phase

1996

Seit 10 Jahren sind wir nun Ansprechpartnerinnen für Frauen aus Bad Honnef und Königswinter und darüber hinaus aus den umliegenden Städten und Gemeinden. In dieser Zeit haben wir ein kompetentes Beratungsangebot für Frauen aufgebaut. Unsere Schwerpunkte liegen in den Bereichen Essstörungen, sexueller Missbrauch und Partnerschaftskonflikte. Außerdem haben wir spezielle Angebote für Seniorinnen.