Aktuelles: Aktuelles

bilder/Frauenforum.jpeg  „Frei leben – ohne Gewalt!“,

so heißt es auf den von TERRE DES FEMMES entworfenen Fahnen, die jedes Jahr am 25. November in vielen Städten und Gemeinden bundesweit gehisst werden. Der 25. November ist der internationale Gedenktag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.
Dieser Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt. Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt heute als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.

Dass alle Frauen und Mädchen selbstbestimmt, frei und ohne Gewalt leben können, ist leider nach wie vor eine Wunschvorstellung. Die Realität sieht anders aus: Mehr als ein Drittel der deutschen Frauen haben seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. Jede vierte Frau in Deutschland erlebt Gewalt durch ihren Beziehungspartner. Mehr als 80 % der Stalking-Opfer sind Frauen. Statistisch gesehen wird fast jeden Tag eine Frau von ihrem aktuellen oder ehemaligen Partner getötet. Alarmierend ist auch das Ausmaß an Grenzüberschreitungen und Gewalt gegen Mädchen und Frauen im Internet.

Dass das konsequente Engagement gegen Gewalt an Frauen positive politische und gesellschaftliche Entwicklungen anstoßen kann, zeigen die Reform des Sexualstrafrechts sowie des Änderung des Stalking-Paragrafen zugunsten der Opfer. Auch die aktuelle Diskussion um den Hashtag #meetoo kann einen wichtigen Beitrag zum Kampf für eine gewaltfreie Gesellschaft leisten. Nichtsdestoweniger ist Gewalt gegen Frauen nach wie vor stark tabuisiert. So nehmen nur 20 % der Frauen, die Gewalt erfahren, professionelle Unterstützung oder Beratung in Anspruch. Nur ein Bruchteil der strafrechtlich relevanten Taten wird angezeigt. Nahezu die Hälfte der betroffenen Frauen gibt sogar an, mit niemandem über die Gewalterfahrungen gesprochen zu haben. Das liegt nicht zuletzt daran, dass diese Erfahrungen in unserer Gesellschaft sehr oft hinterfragt und bagatellisiert werden oder sogar dem Opfer eine Mitschuld gegeben wird. Hier gilt es weiter Aufklärungsarbeit zu leisten.
Iris Schwarz, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bad Honnef, und das Frauenzentrum setzen gemeinsam mit dem Frauenforum ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Unterstützt wird das Netzwerk der Bad Honnefer Frauen dabei durch Bürgermeister Otto Neuhoff und Erste Beigeordnete Cigdem Bern.

Um über das Thema Gewalt gegen Frauen aufzuklären, gibt es im Rathaus der Stadt Bad Honnef, Rathausplatz 1, vom 20. November bis einschließlich 1. Dezember 2017 einen Informationsstand.

______________________________________________________________________________

Unser gedrucktes Programmheft 2017/2018

erhalten Sie im Frauenzentrum Bad Honnef, Hauptstr. 20a
(Öffnungszeiten Mo bis Fr: 10-12 Uhr).

Außerdem liegt es in Bad Honnef und Umgebung in vielen Geschäften, Apotheken, Arztpraxen und öffentlichen Einrichtungen aus.